Bitburg | 11. August 2017 | Autor: scho

Du liegst mir am Herzen…

Es besteht noch Hoffnung. Für mich und meine Walburga, unser Bitburg und den Weltfrieden. Bei der Stadt klingelt es jetzt wieder. Nicht, dass die mehr verstehen würden. Im Gegenteil. In der Fußgängerzone versteht man sich streckenweise so gut wie gar nicht mehr. Muss man auch nicht, weil Freunde edler Glockenfunken dafür sorgen, dass der Glockenklang aus der Ferne und der Nähe alles in zarte Schwingung bringt.
Musik sagt ja auch mehr als tausend Worte. Und jetzt, wo Bitburg endlich wieder klingt, wie es trinkt und lacht, kann ich zu dieser Stadt nur im Takt ihres Glockenspiels sagen: Du, Du liegst mir am Herzen, und sicher weiß das allwissende Glockenspiel auch: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Jedenfalls glockklingelt es im kosmischen Schwingungsgleichklang seit dieser Woche von morgens im Frühtau zu Berge bis der Mond aufgegangen und die goldenen Sternlein prangen. Es heißt, es gäbe die ersten Spenden-Initiativen, das Ding wieder stumm zu schalten. Also, Leute, das ist ja wohl nicht euer ernst und falls doch, kommt Roberto Blanco und singt mit Bitburgs rockenden Glocken: Ein bißchen Spaß muss sein! In „Bitbörk, Bitbörk“, der Stadt, die niemals schläft. Weil hier bleibt man einfach immer noch „just a little Bit“ longer, weil den Allerletzten haben wir schließlich immer noch getrunken und den danach auch. So viel Bitte ein Bit muss sein, bevor wir mit dem knallroten Gummiboot über die Kyll mit La Paloma ohje – einmal muss es vorbei sein – nach Hause schippern, wo wir dann, nur weil wir das Glockenspiel nicht mehr hören, trotzdem dezidiert erklärt bekommen, was die Stunde geschlagen hat. Da hilft es auch nicht, wenn ich kleinmaulig „Hello again“ und ein „bisschen Frieden, ein bisschen Freude“ im Wechsel flöte. Da ist dann Sand im Getriebe: Brennend heißer Wüstensand, so schön, schön war die Zeit…Darauf mal ein melancholisches Stubbi: So lange wir es noch klingeln hören! Prost, 
euer Pitter