Bitburg | 20. März 2017 | Autor: Dagmar Schommer

Landwirtschaftsschau zieht um: Herausforderung für den Bitburger Beda-Markt 2018

Die Macher des Beda-Markts in Bitburg ziehen überwiegend positive Bilanz. Was sie umtreibt, ist die Frage, wie die Landwirtschaft weiter Teil der Veranstaltung bleibt.
Auch wenn von dem Beda-Markt heute schon nichts mehr zu sehen ist, wird von der Messe noch viel zu hören sein. Nicht nur, weil viele Gäste, die an den Ständen in den Ausstellungen mit Handwerkern, Händlern oder Dienstleistern aus dem Gesundheitsbereich Kontakte geknüpft haben und später als Kunden wieder kommen. Sondern auch deshalb, weil für die Messe-Macher nach dem Beda-Markt vor dem Beda-Markt ist.

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Vor allem ein Thema beschäftigt die Beda-Markt-Macher mit Blick auf 2018: Dann zieht die Landwirtschaftsschau, immerhin die größte ihrer Art in Rheinland-Pfalz, von ihrem angestammten Platz am Bitburger Südring auf das Gelände der Geschäftsstelle der Rinder-Union West (RUW) in Fließem, wo dann die neue Auktionshalle steht. Für den Standort Bitburg ist das aus Sicht der Organisatoren auf jeden Fall ein Verlust, den man versuchen muss, möglichst gering zu halten. Erste Ideen gibt es, aber mehr eben auch noch nicht.

Bürgermeister Joachim Kandels könnte sich vorstellen, einen Bus-Shuttle zwischen Bitburg und Fließem einzurichten. Am liebsten mit E-Bussen. Zudem steht für ihn fest: "Ich will auf jeden Fall, dass die Landwirtschaft als Thema weiter in der Stadt präsent bleibt." Eine Möglichkeit wäre, dass sich die Molkereien künftig in der Stadt präsentieren - vielleicht ergänzt um einen kleinen Bauernmarkt von Direktvermarktern.

Landwirtschaft: Was die Aussteller in und um die Auktionshalle angeht, so seien diese alle sehr zufrieden, sagt RUW-Chef Gerd Grebener. Mit Blick auf 2018 hätte das Gros der 60 Aussteller auch bereits angekündigt, dass sie dahin gehen, wo das Fachpublikum sich wegen der Tierauktionen und Wettbewerbe aufhalten wird: In und um die neue Auktionshalle in Fließem. Grebener gefällt die Idee mit dem Pendel-Service. Ansonsten kann er sich vorstellen, dass Fachverbände wie der Bauernverband sich mitten in der Stadt präsentieren - und beispielsweise auch mit Filmen zeigen, wie Landwirtschaft heute arbeitet.

Handwerk: "Es wird schwer sein, das zu ersetzen", sagt Rudolf Rinnen vom Marketing-Team der Volksbank Eifel, die das Handwerkerzelt organisiert, zum Thema Landwirtschaft. Die rund 80 Aussteller im Handwerkerzelt seien "absolut zufrieden", die meisten hätten ihre Standfläche schon für 2018 gebucht. Sein Ziel ist es, die Kinderbetreuung weiter auszubauen. Zeitweise waren bis zu 60 Kinder gleichzeitig an dem Stand der Familienbildungsstätte.

Autos: Mit einem neuen Konzept sind dieses Jahr fünf Autohändler an den Start gegangen, die damit die Auto-Schau, die auf der Kippe stand, gerettet haben. Das neue Konzept - kein großes Zelt, sondern mehrere kleine, ergänzt um das Streetfood-Festival und einen Formel1-Truck für Kaffee und Kuchen - macht aus Sicht der Organisatoren Sinn. Sie wollen am Aufbau feilen und sind offen für Verbesserungsvorschläge. Unumstritten ist das Konzept nicht.

Gesundheit: Die 5. Gesundheitsmesse in der Stadthalle mit 30 Ausstellern wird vom Wochenspiegel organisiert. "Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden und sind auch 2018 wieder mit dabei", sagt Ilona Machaus vom Organisatoren-Team. Ziel sei es, den Außenbereich stärker zu nutzen.

Rummel: Die rund 35 Schausteller und Budenbetreiber, die Elfriede Grewe, Geschäftsführerin der städtischen Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Bitburg, als Verbindung zwischen den Ausstellungsorten organisiert, kommen gerne wieder. Als neuen Impuls für 2018 könnte sich Grewe eine Spielemesse, etwa im Haus der Jugend, vorstellen.
Sie sind gefragt: Was sind Ihre Ideen für den Beda-Markt 2018? Mailen Sie uns an eifel@volksfreund.de (Name und Wohnort bitte nicht vergessen).
Meinung

Veränderung gehört dazu

Gemütlicher wäre es, wenn alles so bliebe, wie es ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Aber Veränderungen gehören dazu - alles andere wäre langweilig. Das gilt auch für den Beda-Markt. Aus der Not heraus wurde die Auto-Schau neu aufgestellt. Ohne diese Initiative wäre die sonst flachgefallen. Das kann sich keiner wünschen. Natürlich war nicht alles perfekt. Aber vieles, etwa die Ergänzung um das Streetfood-Festival, ist geglückt und Verbesserungen sind möglich. Schwieriger wird es, 2018 die Landwirtschaft als Thema nicht ganz zu verlieren. Auch hier sind neue Konzepte gefragt. Und nicht alles wird bei der Premiere gelingen. Wichtig ist, dranzubleiben und zu erkennen: Messen wie der Beda-Markt sind kein Selbstläufer. Dahinter steckt harte Arbeit. Dafür haben die Macher Respekt verdient! d.schommer@volksfreund.de
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