19. März 2017 | Autor: Eugen Schwickerath Hentern

Das Dorf lebt von der Schule!

Bildung
Zu den Berichten über die Schließung der Grundschulen in Mandern und Hentern in der Verbandsgemeinde Kell am See:
"Unser Dorf hat Zukunft", so lautet der alljährliche Aufruf der Landesregierung zum Dorfwettbewerb. Gesucht werden Ideen und Projekte, die das Leben auf dem Land attraktiv gestalten und das eigene Dorf zu einem ganz besonderen Lebensraum für Jung und Alt werden lassen.
Im Hinblick auf diese Aussage ist es nicht nachvollziehbar, und es fühlt sich wie ein Schlag ins Gesicht an, dass der Verbandsgemeinderat Kell am See beschlossen hat, die Grundschulen in Mandern und Hentern in Kürze zu schließen und damit den Dörfern den letzten Stützpfeiler der kleinen dörflichen Infrastruktur wegzunehmen.
Vorgeschoben wird zwar das Argument einer Optimierung des Betreuungsangebots. Es geht aber letztlich nur ums Geld. Wirtschaftlich muss es sein, egal zu welchen Lasten. Wobei für einen notwendigen Anbau in Hentern "nur" 160 000 Euro oder gar "nur" 135 000 Euro aufzuwenden wären (TV vom 18./19. Februar).
Hätte man diesen Spargedanken nur bei der Sanierung des Freibades in Kell am See beachtet. Hier kostete die Sanierung rund 1,2 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass die Verbandsgemeinde dort jährlich ein Minus von fast 300 000 Euro erwirtschaftet und eine Besserung nicht in Sicht ist!
Ich kann deshalb nur alle Bürger aufrufen, am 26. März am Bürgerentscheid teilzunehmen und mit einem deutlichen Nein zu stimmen, damit für die kleineren Dörfer neben allen sonstigen negativen Entwicklungen wenigstens die Grundschulen erhalten bleiben.
Eugen Schwickerath
Hentern