14. Juli 2017

Liss denkt nach!

 
 
Ich will ja nichts sagen,
am Wochenende sind sie wieder alle in Thalfang: Geschickte Kunsthandwerker wie Schmiede, Holzschnitzer, Vogelhäuschenbauer. Also mein Hermann und ich, wir lassen uns das nicht entgehen. Da sind ja so viel fingerfertige Leute, die so schöne und vor allem haltbare Dinge zeigen. 
 
Von denen können so manche Mainzer Studenten noch was lernen. Denn die Holzkrone, die die im vergangenen Herbst beim Hunsrückhaus aufgestellt haben, die war ja schnell wieder weg. Da oben geht der Wind so stark, da hält keine Krone, hat man auf einmal gemerkt. Oh Wunder. Wenn die Studierten vorher nachgedacht hätten, wären sie vielleicht auch selber drauf gekommen.

Vielleicht hat denen ein Nachdenkmal gefehlt. Das gibt es jetzt zwar und ist eigentlich aus einem anderen Anlass heraus aufgestellt worden, aber Nachdenken hat noch nie jemanden geschadet. 
Doch wo ich jetzt gerade mitdenke: Wenn jetzt so viele Handwerker da sind, die auf dem Markt ihre Fähigkeiten praktisch vorführen, warum hat man den Markt dieses Jahr nicht ans Wassertretbecken verlegt? Die Kunstschmiede hätten dann das Metallgestänge einsetzen können, und die Holzschnitzer hätten das passende Holzgeländer drauf gesetzt. Und am Montag hätten mein Hermann und ich endlich wieder kneippen können. 
 
Wer die Kunsthandwerker bezahlen soll? Ach Quatsch, nach getaner Arbeit ein guter Holunderwein, kredenzt von einer echten Holunderkönigin, das müsste für die Handwerker doch eigentlich Lohn und Motivation genug sein,
 
meint eure Liss