Wawern | 19. März 2017

Wawerner werden im Beneförstchen

Im Doppelhaushalt steht der Endstufenausbau fürs nächste Jahr. Ansonsten muss die Ortsgemeinde eisern sparen.
Wawern (doth) Die Liste der Investitionen in Wawern ist kurz. Auffallend ist im neuen Doppelhaushalt des Orts nur ein großer Betrag. Rund 300 000 Euro sollen im nächsten Jahr für den Endstufenausbau des Baugebietes Beneförstchen ausgegeben werden. "Diese Investition ist durch den Verkauf der Grundstücke an die Bauherren abgedeckt", klärt Ortsbürgermeister Karl-Peter Binz auf. Wenn Dreiviertel der 30 Baustellen bebaut sind, fahren nicht mehr so viele Laster über den neuen Straßenbelag und es kann die Deckschicht drübergezogen werden.
Die Forderung nach einem Kunstrasenplatz kommt im aktuellen Haushalt noch nicht vor. Dieser bleibt vorerst Zukunftsmusik. Derjenige, der diese aufgewertete Sportstätte gefordert hat, Alfons Orth, hat sein Mandat niedergelegt. Für ihn rückt Gary Sayin nach, der vom Ortschef, wie üblich per Handschlag, in sein Amt eingeführt wird. Die einzige größere Anschaffung ist eine Zugmaschine für Wawern, gebraucht versteht sich, und immer noch 15 000 Euro teuer. Der voraussichtliche Schuldenstand wird sich bis Ende 2018 auf mehr als 2,5 Millionen Euro summiert haben. Da wirkt das Drehen an der Steuerschraube durch Erhöhung der Grundsteuer B (für bebaute oder bebaubare Grundstücke) von 450 auf 480 Prozent als ein eher hilfloser Versuch gegenzusteuern. "Das bringt uns gerade mal 3135 Euro Mehreinnahmen im Jahr", bedauert Binz. "Das ist halt eine Forderung der Kommunalaufsicht, dass defizitäre Gemeinden alle Einnahmequellen ausschöpfen müssen", erklärt der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, Joachim Weber. Wichtig sei das aber wegen der Entscheidung von Zuschussgebern, auch künftig noch etwas für Wawern zu tun.
Was den Rat bei der Planung der B 51 als Umgehung von Ayl umtreibt ist nach größeren Regenfällen die Entwässerung am Ortsrand, wo sich auf der künftigen Trasse Wasser angesammelt hat, und eventuelle Lärmbelastungen im Neubaugebiet Beneförstchen. Diese Bedenken will die Ortsgemeinde beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier vortragen.