Konz/Saarburg | 14. Juli 2017 | Autor: Alexander Schumitz

Weinhoheiten eröffnen das Konzer Heimat- und Weinfest (Fotos)

Das Konzer Heimat- und Weinfest ist eröffnet. Die künftigen Majestäten wurden bekanntgegeben. Die Saarburgerin Antonia Reinsbach ist designierte Weinkönigin, die Prinzessinnen kommen aus Serrig und Wawern.

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Konzer Wein- und Heimatfest
Großer Bahnhof am Freitagabend am Yachthafen des Wassersportclubs Konz. Zahlreiche Königinnen und Prinzessinnen laufen ein, werden auf die bereitstehenden Oldtimer verteilt. Dann geht es im Autokorso auf den Konzer Marktplatz. Der ist bis Montagabend die zentrale Feiermeile in der Stadt an Saar und Mosel.

Den Auftakt des viertägigen Konzer Heimat- und Weinfestes bildet traditionell die Vorstellung der künftigen Saar-Obermosel-Weinkönigin und der Prinzessinnen. Maximilian von Kunow und Thomas Vatheuer moderieren die Vorstellung der drei Bewerberinnen Antonia Reinsbach, Kirsten Reinert und Lena Marx.
Antonia Reinsbach kommt aus Saarburg-Niederleuken. Die 21-Jährige hat bereits ein Jahr als Prinzessin die Weine der Region präsentiert. Jetzt greift die gelernte Kauffrau für Tourismus und Freizeit, die für die Saar-Obermosel-Touristik arbeitet, zur Weinkrone. Diplomatisch weicht sie der Frage nach ihrem Lieblingswein aus: "An Saar und Obermosel gibt es viele sehr gute Weine." Natürlich mag sie Riesling und Elbling - feinherbe Weine bevorzugt sie. Auch bei ihrer nach der Mosel zweitliebsten Weinbauregion will sich die Saarburgerin nicht festlegen: "Es gibt in Deutschland viele schöne Weinorte." Aber eines ist klar: Kommt die Touristikerin nach einer Reise wieder zurück in ihre Heimat, freut sie das riesig.

Ist Antonia Reinsbach nicht in Sachen Weinwerbung unterwegs, greift sie zu Flügelhorn und Trompete. Sie spielt im Musikverein Saarburg-Beurig. Die Zeiten, in denen ihre Familie noch eigene Weinberge bewirtschaftete, sind schon lange vorbei: "Aber daran erinnern immer noch die Reben in unserem Garten."

Kristina Reinert kommt aus Serrig. Die 23-Jährige hat ihre duale Ausbildung zur Diplom-Finanzwirtin kürzlich abgeschlossen und arbeitet beim Finanzamt Trier. Vorbilder für ihre Bewerbung als Prinzessin sind ihre Schwester und ihre Mutter, die in der Vergangenheit schon als Hoheiten in Sachen Wein unterwegs waren. Kristina Reinert sagt: "Ihre Begeisterung für diese Aufgabe hat auf mich abgefärbt. Ich möchte die Region besser kennenlernen und lernen, den Wein zu präsentieren." Bislang kennt sie vor allem Riesling, mag aber langsam auch mal über den "Glasrand hinwegschauen". Sie liebt halbtrockenen Riesling. Ihre zweitliebste Weinanbauregion ist die Pfalz, in der sie während ihrer Ausbildung immer wieder für ein paar Wochen gelebt hat. Immer noch verblüfft ist sie von den "Duppegläsern", aus denen die Pfälzer am liebsten ihre Weinschorle - "gespritzt, auch schon mal mit Limo" - trinken. In ihrer Freizeit spielt sie ebenfalls Trompete und Flügelhorn oder fährt mit ihrem Mountainbike durch Weinberge und Wälder in der Region.

Lena Marx kommt aus Wawern. Die 23-Jährige absolviert zurzeit ein Masterstudium in Volkswirtschaftslehre an der Universität Trier. "Ich bin quasi im Weinberg aufgewachsen, weil meine Eltern unterhalb eines Weinbergs wohnen", sagt die Studentin über ihre Motivation, sich als Weinprinzessin zu bewerben. Die Arbeit im Wingert begeistert sie bis heute. Sie möchte andere Menschen mit ihrer Freude an guten Weinen anstecken und diese mit ihnen teilen. Auch Lena Marx liebt feinherb ausgebauten Riesling, "es darf aber auch gerne mal ein Weißburgunder sein". Wie Antonia Reinsbach mag sich die Klarinettenspielerin bei der zweitliebsten Weinbauregion nicht festlegen: "Bislang habe ich dafür zu wenig an Erfahrung gesammelt." Ihr Instrument spielt Lena Marx im Musikverein Tawern und bei den Heimatmusikanten Wawern, deren Vorsitzende sie auch ist.

Alle drei Weinhoheiten verstehen sich als Team. "Wir stehen gleichberechtigt auf einer Ebene nebeneinander", betont Antonia Reinsbach, die am 2. September beim Saarweinfest in Saarburg zur Saar-Obermosel-Weinkönigin gekrönt wird. Man wolle sich gegenseitig bei den anstehenden Aufgaben unterstützen. Kennenlernen kann man die künftigen Weinhoheiten schon mal auf den Kirmesfeiern in Ayl, Serrig oder Nittel.

Bereits am Donnerstagabend wurden die Jungwinzer des Jahres von Saar und Obermosel gekürt. Für die Saar bekam diesen Titel das Geschwistertrio Dennis, Nicole und Sarah Schmitt vom Weingut König Johann in Konz-Filzen. Alle drei sind kürzlich in den elterlichen Weinbaubetrieb mit eingestiegen und prägen die Stilistik des Weines wesentlich. Der Titel Jungwinzer des Jahres im Bereich Obermosel geht an Florian Michels. Der gebürtige Oberemmeler ist Kellermeister der Kellerei Bernard-Massard im luxemburgischen Grevenmacher.
Extra: Festprogramm zum Heimat- und Weinfest

Heute, Samstag, 17 Uhr: Viele Farben, eine Stadt … das Farbenfestival (hinter dem Verwaltungsgebäude II); 21 Uhr: die Band United Soul Opera spielt auf der Hauptbühne. Sonntag, 10 Uhr: Festgottesdienst auf dem Festplatz (bei Regen in der Pfarrkirche St. Nikolaus); 11 Uhr: Frühschoppenkonzert der Concordia Konz; 12 Uhr: Oldtimerkorso auf dem Festplatz; 14.30 Uhr Kindermusical auf dem Festplatz; ab 15 Uhr: Kindernachmittag mit dem Spielmobil (hinter dem Verwaltungsgebäude II); 19 Uhr: Die Coverband Jometones tritt auf der Hauptbühne auf. Montag, 15 Uhr: Thomas Kiessling und die Original Konzer Musikanten; 18 Uhr: Summer Lounge des Hauses der Jugend (hinter dem Verwaltungsgebäude II); ab 21 Uhr spielt die Coverband Langer Mütze auf der Festbühne.

 


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