Luxemburg | 24. Februar 2017 | Autor: Anne Ludwig

Einmal um die Welt - und dann zum Multikulti-Event

250 Stände - so viele wie nie: Das Migrationsfestival auf der Luxexpo erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Luxemburg (tgbl) Bis zu 30 000 Besucher erwarten die Verantwortlichen am 3., 4. und 5. März zum "Festival des migrations, des cultures et de la citoyenneté" in den Ausstellungshallen der Luxexpo. Die Veranstaltung nimmt immer professionellere Formen an. Dennoch ist und bleibt sie ein Festival der volkstümlichen Kultur, wie die Verantwortlichen betonen.
Insgesamt sind mehr als 40 verschiedene Veranstaltungen geplant, die sich von musikalischen Darbietungen über politische Diskussionen bis hin zu Filmprojektionen erstrecken. Das Festival steht zudem auch für Demokratie und die demokratische Partizipation der Bürger. Da 2017 auch ein Wahljahr ist, macht das Festival auf die Kampagne "Ech schreiwe mech an, ech gi wielen" aufmerksam, damit möglichst viele Einwohner bei den luxemburgischen Gemeindewahlen am 8. Oktober ihre Stimme abgeben. Zur offiziellen Eröffnung am Festivalsamstag (4. März), 15 Uhr, werden der Großherzog und die Großherzogin erwartet. Zeitgleich zum Festival des migrations findet der 17. Salon du livre et des cultures du Luxembourg sowie die fünfte ARTSmanif - Eine Begegnung der Kulturen und der zeitgenössischen Künste statt. Der Eintritt ist frei. Es wird geraten, öffentliche Transportmittel zu benutzen.
Die Autorin ist Redakteurin
beim Luxemburger Tageblatt.
EINE MAUER, DIE GRENZEN EINREIßT

Extra
´(tgbl) Das Migrationsfestival ist eine Gelegenheit für die einzelnen Verbände, sich einem größeren Publikum vorzustellen. Kulturelle Vielfalt wird hier durch Musik, Literatur und kulinarische Entdeckungsreisen rund um den Globus großgeschrieben. Doch auch die immer größer werdende Politikverdrossenheit der Gesellschaft wird thematisiert. Durch einen "mur des promesses", eine Mauer mit dem Umfang von vier mal drei Metern, sollen die Besucher für die Wichtigkeit der demokratischen Teilhabe sensibilisiert werden. Eine Mauer, die Grenzen einreißt statt sie zu verfestigen.