Luxemburg | 03. März 2017 | Autor: Claude Clemens, Tageblatt

Wie bewegt sich Luxemburg? Der Luxemburger? Der Grenzgänger?

Wer fährt wann warum womit wohin? Wie sich Luxemburger und Grenzgänger bewegen, auf diese Frage soll eine großangelegte Mobilitätsstudie Antworten liefern.
Wie bewegt sich Luxemburg? Der Luxemburger? Der Grenzgänger? Detaillierte Erkenntnisse zu dieser Fragestellung soll eine breitangelegte Mobilitätsstudie namens Luxmobil zutage fördern. 

Ziel des luxemburgischen Nachhaltigkeitsministeriums ist es, in einem Zeitraum von zwei Monaten 40.000 Luxemburger Haushalte – das wären dann etwa 80.000 Résidents (Ortsansässige) – und 45.000 einzelne Grenzgänger zu diesem Thema zu befragen. 

Ein umfassender Fragebogen soll an einem Tag alle Bewegungen bestenfalls aller Haushaltsmitglieder erfassen. Zehn Minuten Zeitaufwand sollen pro Person zum Ausfüllen des Fragebogens reichen. 

Die Befragten werden anhand einer repräsentativen Stichprobe aus dem Melderegister ausgewählt. Durchgeführt wird die Studie im März und im Mai außerhalb der Ferienzeiten vom Institut infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaften in Bonn), das seit Mitte 2016 auch eine Niederlassung in Luxemburg unterhält.

 Die Teilnahme, wenn man denn überhaupt angeschrieben wird, ist für die Betroffenen freiwillig. Die Verantwortlichen rechnen mit einer Teilnahme um die 50 Prozent. 

Die Studie mit dem Titel Luxmobil ist laut dem zuständigen Minister François Bausch die erste große Studie dieser Art seit 1996. Seiner Meinung nach müssten solche Befragungen alle fünf Jahre erfolgen, um ständig aktuelle Daten zu haben und die Mobilität in Luxemburg bestmöglich planen zu können. Basis der Abfragung sind „die fünf W": Wer fährt wann warum womit wohin? Auto, Bus, Bahn, zu Fuß, mit dem Rad, Freizeit, Beruf, Einkaufen, Carsharing ... – alles soll bestmöglich erfasst und in der Studie aufbereitet werden.

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Der Autor ist Redakteur beim Luxemburger Tageblatt