Luxemburg | 10. Mai 2017 | Autor: Tageblatt.lu

Bombendrohung aus der Gefängniszelle - Luxemburger Fahnder werden in Frankreich fündig

Luxemburgische Ermittler haben den Mann ausfindig gemacht, der mehrmals anonym mit einer Bombe und Gift drohte. Es handelt sich um einen 56-jährigen Luxemburger, der in Frankreich eine Haftstrafe absitzt.
Fünf Anrufe in kurzer Zeit sorgten in Luxemburg in den vergangenen Monaten für große Aufregung. Ein Mann drohte zwischen März und April mehrmals mit einer Bombe und einmal mit einem Giftanschlag.

Der Anruf kam jedes Mal von einem Handy aus einem Gefängnis in Frankreich. Wie das Luxemburger Tageblatt berichtet, handelt es sich nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft um einen 56-jährigen Luxemburger, der in Nancy-Maxéville einsitzt.

Der Anrufer ist der Justiz in Luxemburg kein Unbekannter. Er sei im Großherzogtum bereits verurteilt worden, heißt es weiter. Der Luxemburger sitzt in Frankreich eine Haftstrafe bis 2019 ab. Mit einem europäischen Haftbefehl will man den Anrufer jetzt nach Luxemburg bringen und verhören.Die Drohungen über das Telefon sorgten in Luxemburg für große Aufregung. Am 23. März mussten auf dem Kirchberg ein Einkaufszentrum und ein Kinokomplex evakuiert werden. Der Anrufer hatte mit einem Giftangriff gedroht.

Einen Monat später, am 20. April, ging ein Anruf in einem Baumarkt in Bettemburg ein.

Am 27. April richtete sich eine Bombendrohung gegen ein Einkaufszentrum  in Bartringen, am 30. April gegen den Hauptbahnhof in Luxemburg.