23. Juni 2017

Eisekuch mat Pudderzocker

Zum großen Spektakel des Luxemburger Nationalfeiertags (siehe Bildbericht rechts) kommt einer der typischsten kulinarischen Genüsse des Landes gerade recht: der Eisekuch, zu deutsch: Waffeln. Dabei handelt es sich im Großherzogtum meistens um sogenannte Brüsseler Waffeln, die mit einem rechteckigen Waffeleisen (Eisekuchseise) gebacken werden.
Naturgemäß sind diese Waffeln dann auch luftig locker und eher knusprig und werden bevorzugt mit Puderzucker (Pudderzocker), einem Schlag Sahne (eng Flapp Schlagsahn) oder jetzt gerade mit Erdbeerstückchen (Äerdbierstécker) serviert. Eisekuch findet man sowohl auf fast jedem Dorffest und Jahrmarkt, als auch bei jeder Kirmes.
Zum traditionellen Rezept nach Art des Klassikers der neben Lea Linster als Landesköchin geltenden Ketty Thull (Das Standardwerk für luxemburgische Küche und Esskultur) gehören:
250 Gramm Mehl, ein Teelöffel Backpulver oder Weinsteinpulver, 100 Gramm Zucker, 100 Gramm geschmolzene Butter, drei Eier, eine Prise Salz, etwa 300 Milliliter Milch und Puderzucker zum Bestäuben.
Mehl und Backpulver werden in eine Schüssel gesiebt. Salz, Eier und Zucker kommen in die Mitte. Mit dem Mixer werden alle Zutaten von der Mitte her verrührt. Dabei wird die Milch zugegossen, bis ein glatter, etwas flüssiger Teig entsteht. Zum Schluss wird die geschmolzene Butter untergerührt.
Das aufgeheizte Waffeleisen leicht mit Fett einpinseln und eine Kelle Teig ins Waffeleisen geben. Wenn sie goldbraun sind, die fertigen Waffeln herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben.
Gudden Appetit!

Sabine Schwadorf
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