Luxemburg | 03. März 2017

Kein Regen: Trockener Winter im Großherzogtum

Luxemburg (red) Zu trockene Monate Dezember und Januar haben zur Folge, dass der Wasserspiegel sämtlicher Gewässer in Luxemburg, vor allem der des Stausees in Esch/Sauer, drastisch gesunken ist. Die Niederschlagsrate im Herbst 2016 lag gerade mal bei 141,8 Litern pro Quadratmeter, 41 Prozent niedriger als der Durchschnitt von 239 Litern pro Quadratmeter, berichtet das Luxemburger Tageblatt.

Infolgedessen nahmen die Niederschläge sowie andere Wasserzufuhren zunehmend ab, wohingegen die Wasserentnahme aus dem Stausee durch die Produktion von Trinkwasser und Strom beständig hoch blieb. Im Antwortschreiben auf die parlamentarische Anfrage des Grünen-Abgeordneten Gérard Anzia und des DP-Abgeordneten André Bauler beteuerte Umweltministerin Carole Dieschbourg, dass ihr dieses Problem ein Anliegen sei. Zwar könne es durchaus sein, dass die Situation sich dank der regnerischen Periode seit dem 31. Januar wieder stabilisiere. Doch die Ministerin gesteht ein, dass enorme Mengen an Niederschlägen nötig wären, um den Wasserspiegel von 314,7 Metern bis April auf 317 Metern zu erhöhen.
Trotzdem hätten der sinkende Wasserspiegel des Stausees sowie der des Grundwassers keinen verheerenden Einfluss auf die Produktion von Trinkwasser durch das "Syndicat des eaux du barrage d’ Esch-sur-Sûre" (Sebes), betont Carole Dieschbourg.