Schönecken | 17. März 2017 | Autor: Frank Auffenberg

Der Flecken wird nachts bald nur noch weiß beleuchtet

Der Ortsgemeinderat Schöneckens hat beschlossen, die Straßenbeleuchtung zu modernisieren. 281 von ínsgesamt 391 Laternen werden umgerüstet.
Schönecken Welche Lampen das schönere Licht erzeugen, ist eine Geschmackfrage, dass die seit den 1970er Jahren in Straßenlaternen verbauten Natriumdampflampen aber gegenüber modernen LED-Leuchten vom Stromverbrauch deutlich im Nachteil sind, sorgt dafür, dass immer weniger Straßen nachts statt gelb weiß erstrahlen (siehe Extra). Auch im Flecken sind die Zeiten gezählt: Der Ortsgemeinderat Schöneckens hat einstimmig eine komplette Umrüstung beschlossen.
"Fakt ist, dass die alten Lampen nicht mehr zukunftsfähig sind. Sie verbrauchen deutlich mehr Strom als LED-Technik, und viele müssten bald ausgetauscht werden", sagt Ortsbürgermeister Matthias Antony. Er stellte dem Rat in seiner jüngsten Sitzung ein Angebot des Essener Energieunternehmens innogy vor, das in der Verbandgsmeinde Prüm bis 2026 Vertragspartner für die Straßenbeleuchtung ist (der TV berichtete).
Das Angebot: Jede Umrüstung wird mit 150 Euro unterstützt. Von 391 Lampen im Ort müssten 281 ausgetauscht werden. "Nicht die ganzen Straßenlaternen, nur die Leuchtkörper selber", betont der Ortsbürgermeister. Insgesamt kostet die Modernisierung 80 843 Euro. "Gefördert wird die Maßnahme mit 42150 Euro."
Ein Blick auf die eingesparten Betriebskosten pro Jahr hat die Ratsmitglieder überzeugt. "Im Jahr werden wir 10800 Euro weniger ausgeben. Nach 7,48 Jahren wird sich die Investition amortisiert haben", sagt Antony. Ein weiteres Argument: Die Gemeinde hat drei Jahre Zeit für die Bezahlung.
Nicht einbezogen in die Rechnung ist die Beleuchtung der Berliner Straße. Dort werden Anfang April die Modernisierungsarbeiten beginnen (der TV berichtete). Im Zuge der Instandsetzung wird auch die Straßenbeleuchtung ausgetauscht. Nicht allein die Leuchtkörper, sondern die Laternen. "Die alten sind einbetoniert. Gehen sie kaputt, womit wir nach und nach rechnen müssen, wäre es nötig, die neue Straße jedesmal wieder aufzureißen." Die Umrüstung kostet 30566,34 Euro, die Gemeinde trägt davon 6113 Euro.
LED VERDRäNGT DIE NATRIUMDAMPFLAMPEN

Extra
Seit den 1970er Jahren setzte sich die Beleuchtung von Straßen durch Natriumdampflampen durch. Mit der schnellen technischen Entwicklung von LED-Leuchten veraltete die Technik aber zusehends. Zwar ist die Lichtausbeute von Natriumdampflampen höher, allerdings streut der Lichtstrahl breiter - am Rand des Lichtkegels ist der Verlust hoch. Zudem lassen sich LEDs beliebig oft ein und ausschalten. Ein Faktor, der die Lebensdauer erheblich erhöht, auch der Verbrauch ist geringer.