17. Juli 2017

Es lebe das Landleben!

Na, hast du dir eine Spinnennetz-App besorgt? So lautet nur einer von vielen blöden Sprüchen, mit denen auch ich Freunde bisher nervte, wenn sie mir mit meist vom Leid gezeichneten Gesichtern einen zerbrochenen Handybildschirm zeigten. Irgendwann erwischt es jeden, hieß dann bisher die trotzige Antwort.
Oh, hätte ich nur hingehört. Denn kürzlich ist es mir dann auch passiert: Einmal nicht aufgepasst, und das geliebte Telefon fliegt beim eleganten Zücken dorthin, wo es niemals hingehörte: auf den Asphalt. Sehr undramatisch das Ganze: Es fliegt, es klackt und schon ziehen sich feine Risse duchs Glas.
Und dann? Weinen bringt nichts, ab zum Fachmann. Natürlich nach Köln, es soll ja schnell gehen und günstig sein. Sowas gibt es ja auf dem Land nicht.
Tja, wie man sich irren kann: Schnell, so erfahre ich, bedeutet in der Domstadt 14 Tage Reparaturzeit, günstig heißt knapp 180 Euro auf den Tisch legen. Es folgt der Frust. Dann eben erst nach dem Kurzurlaub reparieren lassen.
Dann aber kommt der Zweifel: Warum soll das Land es denn nicht richten können? Einen Versuch ist es wert: Ab zum Spezialisten in der Abteistadt und staunen: Schnell bedeutet hier 45 Minuten, günstig heißt knapp 50 Euro weniger bezahlen. Die Lehre aus der Lektion: Es lebe das Landleben!

eifel@volksfreund.de