Mainz (dpa/lrs) | 21. April 2017

Neues Filmfestival Arc setzt auf «mutige» Kurzfilme

Das neue Mainzer Filmfestival Arc will junge, unabhängige sowie etablierte Filmemacher zusammenbringen. «Wir wollen die Independent-Szene und alte Hasen an einen Tisch bekommen», sagte Initiatorin Linda Gasser zum Start des zweitägigen Festivals am Freitag.

Es solle Brücken bauen, daher der Arme Arc - also Bogen. Partnerschaften sollten auch zwischen Filmemachern aus verschiedenen Ländern entstehen. In diesem Jahr kommen acht Filmschaffende aus Norwegen. «Es gibt viel Raum für Begegnung und Diskussion», betonte Gasser, die selbst Regisseurin und Autorin ist.

Das Festival setzt auf kurze und mittellange Filme. «Kurzfilme können besonders mutig sein», sagte Gasser. Anregende Kurzfilme seien ideal als Ausgangpunkt für Gespräche. «Wir wollen einen Ort etablieren, wo man - angestoßen durch den Film - einen Wein bestellen und sich unterhalten kann», sagte die Initiatorin. Das Arc sei kein Festival, zu dem man nur komme, um einen Film anzuschauen und dann wieder nach Hause zu gehen.

Knapp 130 Filme wurden an das Festival geschickt, 17 davon werden zu sehen sein. Vertreter von 15 Filmen kommen nach Mainz. Der 27 Minuten lange Dokumentarfilm «Die Rückkehrer» über die Gewissenskonflikte von Fotografen in Kriegsgebieten wird auf dem Festival erstmals gezeigt.