Mainz (dpa/lrs) | 17. Juli 2017

Saarland: Zahl der Flüchtlinge im ersten Halbjahr halbiert

Die Zahl der im Saarland neu aufgenommenen Flüchtlinge ist im ersten Halbjahr um rund die Hälfte zurückgegangen. Bis zum 30. Juni wurden nach Angaben des Innenministeriums 973 neue Asylbewerber registriert.

Das ist ein Viertel der Gesamtzahl von Flüchtlingen im vergangenen Jahr. 2016 kamen 3881 Menschen ins Saarland. Der Höhepunkt wurde 2015 erreicht, damals trafen 13 500 Menschen ein. Das Saarland nimmt nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel, mit dem Flüchtlinge auf die Bundesländer aufgeteilt werden, 1,2 Prozent der Asylsuchenden in Deutschland auf.

Die meisten Neuankömmlinge im ersten Halbjahr suchten Schutz vor dem Bürgerkrieg in Syrien: Von dort kamen 70,1 Prozent der Geflüchteten, insgesamt 682. Auf den nächsten Plätzen folgen mit großem Abstand Eritrea (82), Afghanistan (57), Irak (44) und die Türkei (36). Dies war die gleiche Reihenfolge wie im vergangenen Jahr.