Saarburg | 13. Juli 2017 | Autor: Marion Maier

Auch ohne den Freitag: Gute Bilanz nach den Saarburger Markttagen

Die verkürzten Markttage sind aus Sicht des Saarburger Gewerbeverbands trotz Regens gut gelaufen. Dennoch schließen die Mitglieder nicht aus, dass sie das Konzept noch mal überarbeiten.
Zum ersten Mal haben die Saarburger Markttage in diesem Jahr erst am Samstag begonnen statt wie sonst üblich bereits am Freitag. Der veranstaltende Saarburger Gewerbeverband wollte so Verluste, die er in den vergangenen Jahren mit dem Fest eingefahren hat, minimieren.

Tausende Besucher haben das Fest vor knapp zwei Wochen dann in der Saarburger Innenstadt gefeiert. Doch die Verkürzung stieß auf Kritik - beim Fest und vereinzelt auch danach. Ein Besucher sagte vor Ort beispielsweise: "Schade… Der Freitagabend war immer besonders atmosphärisch." Im sozialen Netzwerk Facebook schrieb Nutzerin Simone Benzkirch, eine vehemente Kritikerin: "Die schlechtesten Markttage, die ich je erlebt habe. Es wird doch immer weniger."

Die Bilanz des Gewerbeverbands fällt dennoch positiv aus. Sprecher Heiner Behr sagt: "Wir sind zufrieden mit dem Verlauf des Fests, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Wetter doch recht durchwachsen war." Die Kritik am fehlenden Freitag haben die Gewerbeverbandsmitglieder jedoch ebenfalls wahrgenommen. Behr: "Wir haben uns nach den Markttagen bereits zur Vorstandssitzung getroffen. Der Tenor war: Wir haben ebenfalls gehört, dass der Freitag vermisst wird." Und das hat die Vorstandsmitglieder zum Nachdenken gebracht. "Der Vorstand ist nicht abgeneigt, den Freitag wieder dazuzunehmen", sagt Behr. Doch müsse noch weiter über das Ob und das Wie geredet werden.

Die weiteren Neuerungen beim Fest sind aus Sicht des Gewerbeverbands gut angekommen, insbesondere die Weinstände. Zehn regionale Winzer haben am Samstagnachmittag von 12 bis 18 Uhr ihre Erzeugnisse angeboten. Behr sagt: "Um 18 Uhr haben dort noch viele Leute gestanden und gefragt: ,Warum haben die nicht länger auf?" Der Großteil der Winzer wolle beim nächsten Fest gerne wieder mitmachen und das Programm auch gerne weiter ausbauen.

Die Marktleute seien ebenfalls mit ihren Ergebnissen zufrieden gewesen und seien daran interessiert, wiederzukommen. Bei den 30 Standbetreibern seien lediglich ein paar wegen des Wetters am Samstag erst gar nicht angereist. Die Marktleute waren in diesem Jahr neu ausgewählt worden mit dem Ziel, das Niveau zu heben. Laut Behr waren auch die Betreiber der Geschäfte im Großen und Ganzen mit den verlängerten Öffnungszeiten am Samstag und dem verkaufsoffenen Sonntag zufrieden.

Beim Musikprogramm hat der Gewerbeverband diesmal ebenfalls neue Wege eingeschlagen. Veranstalter und Vorstandsmitglied Christof Kramp hat das Programm auf eigenes Risiko organisiert. Kramp hatte für den Boemundhof Coverbands engagiert. Auf der Fruchtmarktbühne spielten Musiker ihre eigenen Stücke. Diese Mischung war aus Sicht von Kramp und Gewerbeverband gut angekommen.

Dazu, dass am Samstagabend die Livemusik auf dem Boemundhof erst um 22.30 Uhr losgegangen war, sagt Kramp: "Die Band John Diva, die dann gespielt hat, ist sehr anspruchsvoll und braucht viel Platz auf der Bühne." Da hätte im Vorprogramm lediglich noch ein Duo spielen können, doch habe er nichts Adäquates gefunden. Das habe an der knappen Zeit und am knappen Budget gelegen. Kramp: "Ich muss das Musikprogramm ja über die Bierstände finanzieren."

Der Konzertveranstalter gibt allerdings auch zu bedenken, dass die Bluesband von Sonntagmorgen dafür der Knaller gewesen sei. Er kündigt dennoch an, dass er im kommenden Jahr wieder versuchen wolle, ein durchlaufendes Programm zu präsentieren.