Saarburg | 17. April 2017 | Autor: Herbert Thormeyer

Glück und Freiheit auf dem Warsberg

Beim zwölften Internationalen Campingtreffen des ADAC Mittelrhein in Saarburg waren 680 Teilnehmern mit 380 Fahrzeugen und Zelten dabei.
Saarburg Saisoneröffnung der Freunde von viel frischer Luft und herrlicher Landschaft: Zum achten Mal hat der ADAC Mittelrhein in Saarburg ein Campertreffen organisiert.
680 Teilnehmer kamen mit 380 Wohnmobilen, Wohnwagen und Zelten zum Campingplatz auf den Warsberg, hoch über Saarburg. Alle vier Jahre wird dieses Treffen mit großem Programm zelebriert. "Das ist unser Einstieg in die Saison", erklärt Jürgen Joras, Vorstand Touristik im ADAC Mittelrhein e.V. Nach einem langen, kalten Winter habe man sich viel zu erzählen, vor allem, wo es in diesem Jahr noch überall hingehen soll.
Es ist das insgesamt 12. ADAC-Campertreffen. Gründer dieser Veranstaltung ist Heinz Ickerodt, der als Soldat in Koblenz stationiert war. Der gebürtige Saarburger holte die Veranstaltung in seine Heimat, als der Platz in Koblenz wegen immer mehr Campingfreunden zu klein wurde.
Margarete Herrmann ist die Erste Vorsitzende des Campingclubs der Region Trier. Allein sie brachte 18 Familien mit zu dem Treffen. Insgesamt waren mehr als 30 Campingclubs und viele Einzelmitglieder vertreten. Bis zu 1100 Kilometer weit, aus Südfrankreich, waren einige angereist.
"Hier trifft sich ganz Mitteleuropa. Darauf bin ich mächtig stolz", freut sich ADAC-Vizepräsident Tourismus, Kurt Heinen. Für 145 Euro pro Stellplatz bekommen die Teilnehmer ein großes Programm und Verpflegung. "Das sind nicht die echten Kosten. Wir subventionieren das", erklärt das Vorstandsmitglied des Clubs. Das sei es dem ADAC wert.
Die negativen Schlagzeilen über den Club Anfang 2014 hätten dem ADAC nicht geschadet. Die Mitgliederzahlen steigen wieder. Derzeit sind es 20 Millionen bundesweit und allein 690 000 im Mittelrhein. "Wir haben uns neu aufgestellt und das honorieren die Leute", sagt Heinen.
Ein wirklich buntes Programm wurde geboten, von "Rudelsingen", egal, ob richtig oder falsch, über Besichtigungen und Bootsfahrten. "Auf dem Warsberg ist es fast wie früher bei der Lagerfeuerromantik", findet Heinen.
Nur die Tombola ist abgeschafft worden, was auch einige Teilnehmer kritisierten. "Da hat einer auf der Bühne drei Stunden lang Nummern vorgelesen. Das war total langweilig", begründet ADAC-Tourismussprecher Jürgen Joras die Entscheidung. Die Menschen würden stattdessen doch lieber singen.
Besonderen Applaus bekamen die Original Wunderländer, eine Formation aus dem Musikverein Beurig, die die Camper im Festzelt begeisterten. Auch die Kinder wurden umfassend betreut. "Mit dem Programm müssen wir uns immer dem Zeitgeist anpassen", sagt Joras.
Wie ist der typische Camper denn so? "Er ist Teil einer großen Familie. Da muss sich keiner an das Du rantasten", weiß Margarete Herrmann. Alle wollten zurück zur Natur. Deshalb sei eine schöne Umgebung des jeweiligen Campingplatzes so wichtig. Und das sei in Saarburg ideal: "Durch die Weinberge runter in die Stadt wandern und dann mit der Sesselbahn wieder hoch. Das gibt es doch weit und breit so schnell nicht wieder."
Extra: ADAC IM REGIONALEN MOTORSPORT

Der ADAC Mittelrhein engagiert sich im Kart-Rennsport, organisiert die Rheinland-Pfalz Rallye, den Automobil-Slalom, Orientierungssport, Motocross, Trial, Classic- Veranstaltungen und den Walkenbach Slalom-Cup. Weitere Infos auf www.motorsport-mittelrhein.de