Morscheid | 13. Juli 2017 | Autor: Dietmar Scherf

600 Teinehmer beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Morscheid

Der Kreisjugendfeuerwehrverband hatte zum Zeltlager eingeladen. Das hat rund 100 000 Euro gekostet und den Teilnehmern viel Spaß gemacht.
Beim 18. Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren im Landkreis Trier-Saarburg hatte das Führungsteam des Kreisjugendfeuerwehrverbandes (KJFW) Trier-Saarburg neun Tage lang die Verantwortung für rund 600 Kinder in Morscheid. Die Vorsitzende Claudia Krütten (Zemmer) sowie ihre Stellvertreter Boris Krebs (Thomm) und Christian Rock (Wawern) verstanden es mit weiteren 17 Mitarbeitern aus dem Vorstand und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Morscheid, die Kinder und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren 24 Stunden rund um die Uhr sinnvoll zu beschäftigen und ihnen ein tolles Lagerleben zu bieten.

Zwischen Wecken und Waschen sowie der Lagerruhe ab 23 Uhr boten die Verantwortlichen ihren Gästen und Mitwirkenden ein abwechslungsreiches Programm. Für den Ort Morscheid war es ein ungewöhnliches Erlebnis, zählte das Dorf doch von jetzt auf gleich rund 600 Bewohner mehr. Boris Krebs sagt: "Der Vorstand des KJFW und die örtliche Feuerwehr haben rund 18 Monate vorher mit der Planung begonnen." So besorgte beispielsweise Logistiker Christian Rock die Toiletten- und Duschcontainer und verlegte mit seinen Helfern einige Kilometer an Strom- und Wasserleitungen.
Auf dem täglich wechselnden Programm standen nach der Eröffnungsfeier die Workshops, Schwimmbadbesuche, eine Stadtrallye in Hermeskeil, die Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr, eine Lagerolympiade, abendliche Livemusik und am Abschlusstag das Thema Steinzeit auf den Plan. "Es ist alles bestens gelaufen", freut sich Boris Krebs.

Sicherheit und Ordnung wurden beim Zeltlager ganz groß geschrieben. Alkohol und Zigaretten waren für die Jugendlichen verpönt. Rote Armbändchen zeigten den Helfern: "Er bekommt keinen Tropfen Alkohol." Für die Sicherheit hatte Krebs ein 18-seitiges Konzept ("Ohne Anlagen") geschrieben, das sich mit Amoklagen, der Sicherheit bei Unwettern oder auch bei Erkrankung von vielen Teilnehmern des Lagers beschäftigte und das genaue Vorgehen einplante. So haben alle Teilnehmer auch ein heftiges Gewitter mit Starkregen am Donnerstagabend unbeschadet überstanden. Die Helfer müssen jetzt wieder kräftig mitanpacken und das Zeltlager abbauen. Mit viel Idealismus und Motivation opfern sie dafür sogar bis zu zwei Wochen ihres normalen Jahresurlaubs. Für das Zeltlager 2019 können sich die Feuerwehren des Kreises bewerben.
Weitere Informationen: www.kjfv.de

 
Extra: Was so ein Zeltlager kostet
Die Verpflegung wurde an allen Tagen zur Zufriedenheit aller Teilnehmer vom Malteser-Hilfsdienst aus Waldrach sichergestellt. Durch die eigenen Zelte und Ausrüstung der KJVW können die Kosten eingeschränkt werden. Sie belaufen sich aber trotzdem auf rund 100 000 Euro. Sie können durch die Teilnehmerbeiträge, Zuschüsse vom Land und vom Kreis sowie durch Sponsoren finanziert werden.