Essen | 18. März 2017

Basketball: Gladiators Trier verlieren beim Tabellenvorletzten Essen mit 61:69 (26:34)

Es heißt weiter warten: Die Römerstrom Gladiators Trier haben die vorzeitige Qualifikation für die Playoffs verpasst. Das Team von Trainer Marco van den Berg hat am Samstagabend mit 61:69 (26:34) beim Tabellenvorletzten Wohnbau Baskets Essen verloren – und das völlig verdient. Neben der Niederlage müssen die Gladiatoren auch noch einen bitteren Ausfall verkraften.
Das Spiel ist von Beginn an wild. Wenig Ordnung, viel Tempo und jede Menge Ballverluste auf beiden Seiten. Vor den Augen der rund 150 mitgereisten lautstarken Trierer Fans starten die Gladiatoren nicht gut, wirken unkonzentriert und leisten sich wie schon im Heimspiel gegen Kirchheim in der vergangenen Woche viele einfache Fehlwürfe.
 
Zwar führt Trier zu Beginn nach Dreiern von Brandon Spearman und Johannes Joos früh (6:2), danach allerdings ist der Tabellenvorletzte aus Essen schnell das bessere Team und gewinnt das erste Viertel verdient (15:18 aus Trierer Sicht).  
 
Zu Beginn des zweiten Viertels läuft es nicht besser für die Gäste. Essen steigert sich weiter, verteidigt aggressiv und hat in der Offensive einen Spieler, den Trier nicht in den Griff bekommt: Maurice Creek. Immer wieder laufen die Baskets-Angriffe über den US-Amerikaner, Trier findet lange kein Mittel dagegen (16:28). Die Gladiatoren wirken fahrig, leisten sich unerklärliche Ballverluste (sieben in der ersten Halbzeit).
 
Im zweiten Viertel lassen die Gladiatoren den Ball in der Offensiv zwar gut laufen, spielen sich immer wieder freie Würfe heraus, doch das alte Problem bleibt: die Würfe fallen nicht rein, selbst einfache Bälle werden immer wieder daneben gelegt. 25 Prozent Trefferquote aus dem Feld sind vier Minuten vor der Pause ein Beleg dafür.
 
Vier Minuten vor der Pause stellt Triers Trainer Marco van den Berg in der Defensive kurzzeitig auf die von ihm so ungeliebte Zone um. Im Gegensatz zum Trierer Offensivspiel läuft beim Tabellenvorletzten bis zur Halbzeit viel über Einzelaktionen. Immer wieder versuchen Chris Alexander oder Maurice Creek ihr Glück. Als sie das zunehmend weniger finden, kommt Trier heran. Dennoch: Triers Leistung ist alles andere als playoffreif.
 
Nach der Pause steigern sich die Römerstrom Gladiators ein wenig. Die Verteidigung ist aggressiver und in der Offensive fallen mehr Würfe. Nach einem verwandelten Mitteldistanzwurf von Jermaine Bucknor ist Trier zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels auf einen Punkt dran (42:43). Kapitän Simon Schmitz übernimmt jetzt immer mehr Verantwortung, führt sein Team an, verwandelt wichtige Dreier. Dennoch laufen die Gladiatoren einer knappen Führung hinterher. Mit drei Punkten Rückstand geht’s ins letzte Viertel (47:50).
 
Hier klappt dann nicht mehr viel. Trier spielt wild, verliert die Bälle in der Offensive viel zu schnell und kassiert zudem noch unnötige Offensivfouls. Die Folge: Essen führt schnell wieder mit zehn Punkten (49:59). In der Defensive kann Trier die Essener Ashton Moore und Eric Thompson nicht kontrollieren und offensiv kommt von Leistungsträgern wie Kevin Smit oder Jermaine Bucknor viel zu wenig.
 
Hinzu kommt, das Triers Leistungsträger Brandon Spearman in der zweiten Halbzeit schmerzlich vermisst wird. Der 26-Jährige verletzt sich im zweiten Viertel am Arm und kann damit nicht mehr eingesetzt werden. Wie schwer die Verletzung ist, bleibt am Samstagabend offen.
 
Zwei Minuten vor Schluss liegen die Gladiatoren mit neun Punkten hinten (56:65). Marco van den Berg versucht Essen in der Folge immer wieder mit einem Wechsel zwischen Zonen- und Mann-Mann-Verteidigung aus dem Rhythmus zu bringen. Das funktioniert allerdings nur teilweise – nach einem verwandelten Mitteldistanzwurf von Jannik Lodders (61:67 aus Trierer Sicht) ist das Spiel entschieden.
 
Essen gewinnt am Ende verdient gegen schwache Trierer. Da die Gladiators als Tabellensiebter (30 Punkte) in den beiden ausbleibenden Spielen noch vom Achten Paderborn (28) und dem Neunten Hanau (26 - Hanau hat den direkten Vergleich gegen die Gladiatoren gewonnen) theoretisch überholt werden können, hat das Team von Trainer Marco van den Berg die Playoff-Teilnahme noch nicht in der Tasche. 

Das nächste Spiel steigt am Samstag (25. März) in der Arena Trier. Zu Gast ist dann um 19 Uhr Nürnberg.
 
 
Statistik Trier:
Smit 6 Punkte/2 Assists, Bucknor 6/2, Hennen 0/0, Coro 2/2, 5/0, 16/4, Grün 4/3, van Zegeren 5/1, Joos 7/1, Herrera 4/0, Spearman 6/0