Ulm | 19. Mai 2017

Basketball: Ludwigsburg legt Protest ein

Ulm (dpa) Bamberg gegen Bayern - das Playoff-Halbfinale zwischen den beiden Schwergewichten der Basketball-Bundesliga sorgt normalerweise für die größten Schlagzeilen. Doch zwei Tage vor Beginn der Serie steht das Duell der großen Rivalen im Schatten der Turbulenzen rund um das Viertelfinale zwischen Ulm und Ludwigsburg.

Die unterlegenen Ludwigsburger legten am Freitag auch ganz offiziell Protest gegen die Wertung des fünften Spiels bei ratiopharm Ulm ein. Das Schreiben sei fristgerecht eingegangen und die fällige Gebühr in Höhe von 250 Euro überwiesen worden, teilte die Liga mit. Spielleiter Dirk Horstmann wird nun zeitnah versuchen, eine Entscheidung zu fällen. Allerdings musste er zunächst die nötigen Stellungnahmen aller Beteiligten einholen.
Spätestens am Samstagvormittag soll Klarheit darüber herrschen, ob die Partie wiederholt werden muss oder der Protest abgewiesen wird und der Hauptrunden-Erste Ulm damit im Halbfinale steht. Die Liga steht auf jeden Fall unter Zeitdruck, weil bereits für Sonntag das erste Spiel der Serie zwischen Ulm und Oldenburg angesetzt ist.
Die Ludwigsburger hatten das entscheidende fünfte Spiel in Ulm am Donnerstag mit 81:91 verloren. Dabei war ihr Coach John Patrick (Foto: dpa) kurz vor der Pause wegen des zweiten Technischen Fouls aus der Halle verwiesen worden. Die Ludwigsburger werfen den Schiedsrichtern vor, Patrick daran gehindert zu haben, dagegen Protest beim Technischen Kommissar einzulegen. Dies sei "ein klarer Regelverstoß", hieß es in einer Mitteilung der Riesen am Freitag. Das Verhalten der Schiedsrichter sei "inakzeptabel".