Trier | 07. April 2017 | Autor: Björn Pazen

Erst klärende Worte, dann die lange Busfahrt

Frauenhandball: Wenn die Miezen heute bei den Bienen zu Gast sind, stehen sich zwei Teams auf Talfahrt gegenüber.
Trier (BP) Nach einem reinigenden Gewitter soll die Frühlingssonne wieder scheinen: Das blamable 21:31 gegen Ketsch haben die Trierer Handball-Miezen abgehakt, beim Tabellennachbarn in Sachsen hoffen Trainerin Cristina Cabeza & Co. am heutigen Samstag (Anwurf 19 Uhr) auf die Wende. Wie für die Gladiators, die in den Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga in Chemnitz antreten, steht auch für die Handballerinnen die weiteste Reise der Saison an - nach Großröhrsdorf, wo die Rödertalbienen ihre sportliche Heimat haben.

Das Team von Trainer Karsten Moos, der wie Cabeza bei den Miezen nach der Saison nicht mehr Trainer des HCR sein wird, hat wie Halle/Neustadt einen Lizenzantrag für die erste Liga abgegeben. Um aufsteigen zu dürfen, müssten die Bienen allerdings Zweiter oder Dritter hinter Meister Bensheim/Auerbach werden. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Genau wie die Miezen, die zuletzt eine Minusserie von 2:10 Punkten einfuhren, geht es auch für Rödertal in der zweiten Saisonhälfte rapide bergab.
Just nach dem 29:22-Auswärtssieg in Trier, mit dem die Sachsen den zweiten Platz gefestigt hatten, ging irgendwie gar nichts mehr. Ein Grund war die Verletzung der Litauerin Jurgita Markeviciute, die nun zum Rückspiel gegen die Miezen wieder fit ist.

Auswärts war Trier in der gesamten Saison erfolgreicher als zu Hause, zuletzt aber verlor die MJC auch die beiden jüngsten Partien in der Fremde. Gewinnt Trier aber in Sachsen, dürfte der Aufstiegstraum der Bienen schon geplatzt sein, denn augenblicklich liegt der HCR schon drei Punkte hinter Halle.

Spannender ist da aus Trierer Sicht die Frage des künftigen Kaders. Während Rödertals Kreisläuferin Isa-Sophia Rösike gerade ihren Wechsel in die erste Liga (Bad Wildungen) verkündet hat, haben wohl auch einige Miezen Angebote aus dem Oberhaus. Im Gegensatz zur Konkurrenz gab es aber von der MJC noch keine konkreten Wasserstandsmeldungen, zudem ist auch die Trainerfrage für die neue Saison noch offen.

DJK/MJC Trier (Kader): Kockler, Eckelt - Zrnec, Petrovska, Greinert, Czanik, Simon-Varga, Müller, Houben, Weibelova, Welter