06. Juli 2017 | Autor: Rainer Neubert

Über Nacht an der Mosel

Das zweite Wochenende im Juli gehört dem Hospizlauf. Nach einem Jahr Pause wird sich auch TV-Laufreporter Rainer Neubert wieder auf den Weg machen. Die Vorfreude darauf ist auch Thema seiner neuen Laufkolumne.
Die Nacht zum Samstag an der Mosel wird lang. Nein, nicht beim Fest in Trier-Zurlauben. Ich bin am Fluss unterwegs, beim Hospizlauf. Und wer dabei nicht die schönen Empfänge und Verpflegungspunkte in Zell, Traben-Trarbach, Piesport und Leiwen verpassen will, muss wach bleiben.

Am Deutschen Eck in Koblenz startet am Freitag um 12 Uhr der legendäre Benefizlauf in Richtung Trier, an dem sich Hunderte Menschen beteiligen. Jeder der fast 200 Kilometer langen Strecke entlang des Flusses wird im Laufschritt absolviert, bevor der Tross 24 Stunden später sein Ziel am Hospizhaus erreicht. Vermutlich wird niemand die Strecke komplett laufen. Alleine das heiße Wetter macht das unmöglich. Aber als Staffel werden wieder die Mitglieder einiger gut gelaunter Gruppen im Wechsel und doch gemeinsam die 24-stündige Herausforderung annehmen.

In die Nacht zu laufen, oder die Stimmung der Morgendämmerung an der Mosel zu erleben, ist etwas Besonderes. Das ist vielleicht sogar noch schöner, als - erschöpft und euphorisiert – die umjubelten letzten paar hundert Meter auf der Trierer Ostallee.

6:30 Minuten pro Kilometer wird das Tempo sein. Auch ungeübte Läufer können sich also auf den 20 Etappen anschließen. Mitbringen müssen sie lediglich Spaß an der Bewegung in kommunikativer Begleitung und eine Spende für den Hospizverein.
 
Die Nacht zum Samstag wird lang. Sorry, Moselfest Trier, vielleicht klappt es mit uns ja wieder im nächsten Jahr.

Infos und Strecken- Zeitplan zum Hospizlauf 2017 finden Sie unter  www.hospizlauf.de