Berlin | 20. März 2017

Breite Mine fördert schöne Schrift

Berlin (dpa) Die Finger sind immerzu mit dem Smartphone und mit der Computer-Tastatur beschäftigt - darunter leidet die Handschrift. Auf vielen Postkarten und Briefen sieht man das.
Was kann man dagegen tun?
Zum Füllfederhalter statt dem Kugelschreiber greifen, rät Thorsten Petzold, Besitzer einer Schreibmanufaktur in Berlin. Denn eine breitere Mine nötigt den Schreibenden zu größeren Buchstaben, was optisch schöner ist. Außerdem sehe man mit einer dünnen Mine eine krakelige Schrift und jeden Ausbruch deutlich, eine breite Feder kaschiert das. Petzold empfiehlt Füller mit der Federbreite M.
Wer unbedingt bei einem Kugelschreiber bleiben will, dem rät die Kalligraphin Ulrike Freier aus Korschenbroich (Nordrhein-Westfalen) dazu, sich ein Modell zu suchen, das handlich ist und zugleich schwer in der Hand liegt. Auch ein Tintenroller oder ein weicher Bleistift eigneten sich noch gut.
Daneben hilft es, einen karierten oder linierten Bogen unter das Schreibpapier zu legen. Zum einen werden dann die Buchstaben jeder Zeile und die Zeilenabstände gleich groß. Zum anderen sinkt die Schrift am Ende der Zeile nicht ab, was oft der Fall ist. Hier ist es laut Petzold aber auch wichtig, im Verlauf der Zeile den ganzen Arm mitzuziehen und nicht nur die Hand selbst zu verrücken.
Am heutigen 21. März ist der Welttag der Poesie.