Bitburg | 16. Juli 2017

Bedaplatz wegen Oldtimer-Treffen gesperrt

Ungewöhnliche Urlaubsfahrzeuge in Bitburg.
Bitburg (red) Dass jemand auch mit einem Oldtimer in Urlaub fährt, nimmt man als gegeben hin. Dass man aber mit einem alten Lastwagen Urlaub macht ist ungewöhnlich.
In diesem Jahr sind gut 40 Besitzer von alten LKWs mit ihren historischen Oldtimer-Lastwagen in Bitburg. Vom Dienstag, 18. Juli, bis zum Donnerstag, 20. Juli, gastieren sie auf dem Bedaplatz. Etwa drei Viertel des Bedaplatzes werden für die Ausstellung gesperrt sein. Alle Parker werden gebeten, sich auf die veränderte Parksituation einzustellen.
Die Oldtimer-Besitzer sind Mitglieder der NVG, der Nutzfahrzeug-Veteranen-Gemeinschaft, die einmal im Jahr ihre alten Schätze zusammen erleben möchten und damit unter Gleichgesinnten alte Technik, Land, Leute und Kultur erleben wollen. Und ihre Fahrzeuge sind vorbildlich restauriert, konserviert oder nur erhalten und dabei alle ab 30 Jahre alt. Das älteste Fahrzeug hier unter den Teilnehmern ist ein Opel-Blitz von 1941. Längst vergessene Marken wie Krupp, Henschel, Borgward oder Magirus erstrahlen neben Scania, MAN und Mercedes-Oldtimern in neuem Glanz. Sie alle spiegeln das Zeichen vom Wirtschaftswunder wieder. Und dabei nehmen die Teilnehmer viele Unannehmlichkeiten in Kauf, denn Servolenkung, synchronisierte Getriebe, geschweige denn Klimaanlage beim sommerlichen Wetter, sind Fremdworte für die Kapitäne der Landstraße. Geschlafen wird auf den teilweise ausgebauten Fahrzeugen, was man ihnen erst einmal nicht ansieht.
Start der diesjährigen Tour ist Dienstag, der 18. Juli, in Bitburg und der Abschluß ist am Freitag, 28. Juli in Delfzil in den Niederlanden. Und dass dies nicht nur Männersache ist, beweisen die mitreisenden Ehefrauen und auch Kinder.
Letztendlich stehen Kultur und Technik im Vordergrund der gemeinschaftlichen elftägigen Tour mit vielen Erlebnissen.