Hersdorf/Schönecken | 19. März 2017 | Autor: Frank Auffenberg

Trockenen Fußes auf die andere Seite

Eine neue Brücke führt jetzt über den Altenburgerbach. Die Ortsgemeinden Hersdorf und Schönecken haben sie mit dem Naturpark Nordeifel gebaut.
Hersdorf/Schönecken. Wer derzeit durch das Altenburgerbachtal zwischen Hersdorf und Schönecken wandert, kann dort den Zauber der einmaligen Karstlandschaft in vollen Zügen genießen. Rauschend rast der Bach ins Nimstal, verschwindet dann und wann, nur um einige Meter weiter wieder aufzutauchen. Noch im Herbst mussten sich Besucher aber fragen, wie sie auf die andere Bachseite gelangen sollten. Die hölzerne Brücke bei Hersdorf war so marode, dass sie abgebaut werden musste. In einer beeindruckenden Zusammenarbeit konnte sie nun aber ersetzt werden.
"Das Projekt ist etwas Besonderes, weil dabei gleich zwei Ortsgemeinden und wir als Naturpark Nordeifel beteiligt sind. Die Brücke liegt auf Hersdorfer Grund, wird aber von Schönecken aus mehr genutzt", sagt Anne Stollenwerk, Geschäftsführerin des Naturparks Nordeifel in Prüm - in der Wirtschaft nenne man so was wohl ein Joint Venture.
Gemeinsam gingen alle drei Beteiligten an die Planungen, den Bau übernahm man in Schönecken, die Finanzierung tragen die Orte gemeinsam, für Fördergelder legte sich Anne Stollenwerk ins Zeug.
"Wir sind sehr glücklich über den Verlauf der Maßnahme", sagt Schöneckens Ortsbürgermeister Matthias Antony. Besonders zu betonen sei übrigens eines: "Unsere afghanischen Flüchtlinge, sie werden von Werner Krämer betreut, haben in einem Maße angepackt, das wirklich nicht selbstverständlich ist."
"Das ist wirklich klasse. Sie halfen nicht nur beim Ausheben der Fundamente der neuen Brücke, auch beim Abriss der alten waren sie maßgeblich beteiligt", sagt Anne Stollenwerk, die bei der Förder-aquise ganze Arbeit ablieferte. Vonseiten des Naturparks stellte sie sowohl bei der Kreissparkasse Bitburg-Prüm als auch beim Umweltministerium erfolgreich Anträge: "Die Stiftung Kultur der Kreissparkasse unterstützte den Brückenbau mit 6000 Euro, vom Land kamen noch mal 4800 Euro", sagt sie. Kalkuliert habe man mit Gesamtkosten von 12 000 Euro. "Es ist etwas teurer geworden, hinzu kommen die großen Eigenleistungen aus Schönecken, die man ja kaum umrechnen kann", sagt die Naturpark-Geschäftsführerin.
Matthias Antony ist zuversichtlich, dass ein neuer Brückenschlag in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr zu erwarten sei. "Während die alte aus Telefonmasten gezimmert war, ist die neue unverwüstlich. Nur die Holzhandläufe müssen irgendwann mal gemacht werden."