Frankfurt | 15. März 2017

Lufthansa und Piloten in allen Streitpunkten einig

Frankfurt (dpa) Überraschender Durchbruch im jahrelangen Tarifkonflikt mit den Lufthansa-Piloten: Die Fluggesellschaft und ihre Piloten haben sämtliche tarifpolitischen Streitpunkte beigelegt. Nach einer grundsätzlichen Einigung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit vom Mittwoch sind Streiks der Flugzeugführer vom Tisch.
Bislang hatten die Piloten in dem jahrelangen Konflikt 14 Mal die Arbeit niedergelegt.
Die Vereinbarungen unter anderem zu Gehältern und Betriebsrenten sollen bis Juni 2022 gelten, teilte Lufthansa in Frankfurt mit.
Dabei akzeptieren die Piloten unter anderem die Umstellung der Betriebsrenten auf Festbeiträge. Bislang hatte Lufthansa die absolute Höhe der Zahlungen garantiert und damit das Zinsrisiko übernommen. Die Neuregelung wirkt nun schon im Geschäftsjahr 2017 entlastend auf die Bilanz.
Lufthansa garantiert den rund 5400 Konzernpiloten, dass zu diesen Bedingungen bis Mitte 2022 mindestens 325 Jets betrieben werden. Das entspricht in etwa dem aktuellen Niveau der Lufthansa-Muttergesellschaft. Damit würden 600 Stellen für Kapitänsanwärter geschaffen und rund 700 bereits fertig ausgebildete Nachwuchsflugzeugführer könnten eingestellt werden.
Der Tarifkonflikt läuft bereits seit 2012 - mit 14 Streiks, 500 Millionen Euro Kosten und ungezählten Verhandlungsrunden. Der bislang letzte Streik hatte Reisepläne von Lufthansa-Kunden Ende November durcheinander gebracht.